GPS-Uhr Test und Vergleich



Garmin Fenix 2 – Langzeittest & Erfahrungsbericht

Die Garmin Fenix2 im Test und Vergleich

Garmin Fenix 2 im Praxistest

Seit einem halben Jahr haben wir die Garmin Fenix 2 Outdoor GPS-Uhr im regelmäßigen Einsatz. Genug Zeit, um fundierte Erfahrungen mit der Fenix 2 zu sammeln und die GPS-Uhr einem umfangreichen Langzeit-Test zu unterziehen. Im nachfolgenden Testbericht konzentrieren wir uns auf die Besonderheiten der Uhr, zudem gibt es einen Vergleich der Fenix2 mit der „alten“ Fenix, der Forerunner 620 und der Suunto Ambit2 bzw. Ambit3 Viel Freude!

Garmin Fenix 2 Test – Technik, Verarbeitung und Qualität

Äußerlich erinnert die Fenix 2 stark an die „alte“ Fenix, in Bezug auf die Form sind die Uhren quasi gleich. Allerdings ist die Fenix 2 farblich komplett schwarz. Die Verarbeitungsqualität der getesteten Fenix2 übertrifft die Fenix 1: Während bei der alten Fenix im Test Wasser und Staub in die Uhr eindrangen (Garantietausch), traten beim Testmodell nach mehrmonatiger Benutzung keinerlei Probleme mit dem Gehäuse und der Verarbeitungsqualität auf. Die Fenix 2 ist aufgrund des zusätzlichen Beschleunigungssensors mit 85 Gramm minimal schwerer als die Fenix 1 (83 Gramm). Garmin Fenix2: Test der Verarbeitungsqualität Fazit: Die Fenix 2 ist absolut wasserdicht, robust und qualitativ hochwertig verarbeitet.

Test: Die Fenix 2 als Bergsport GPS-Uhr

Mit der Test: Fenix2 in den Dolomitten.

Mit der Fenix2 in den Dolomitten.

Im Sommer konnten wir die Fenix2 auf dem Dolomiten-Höhenweg ausgiebig unter die Lupe nehmen. Dafür nutzten wir insbesondere den „Bergsteigen“-Modus. Dabei werden auf unterschiedlichen Datenfeldern der Anstieg, der Abstieg, die aktuelle Höhe, ein grafisches Höhenprofil, die vertikale Geschwindigkeit (Meter / Minute), die zurückgelegte Distanz sowie eine grafische Kartenansicht des Routenverlaufes angezeigt. Der Auf- und Abstieg wird detailliert gemessen und genaue Höhenprofile der zurückgelegten Touren erstellt. Dafür greift die Fenix 2auf Daten des integrierten Barometers sowie die über das GPS-Signal ermittelte Höhe zurück.

In der Praxis sind die Höhenangaben der Fenix2 sehr genau, meist beträgt die Abweichung zu Referenzpunkten nur etwa 10 Meter. Im direkten Vergleich lag die Genauigkeit der Höhenangaben gleichauf mit der Suunto Ambit3 GPS-Uhr.

Navigationsfunktionen

Karten

Fenix 2: GPS-Genauigkeit teilweise schlecht 

Die aufgezeichneten GPS-Daten sind in der Regel genau. Im Test kam es jedoch teilweise immer wieder ohne ersichtlichen Grund zu unschönen Abweichungen. Dies war sehr ärgerlich, da diese die Daten insgesamt verfälschen.

fenix2-ungenauigkeit

Ohne ersichtlichen Grund, bei bestem Wetter und freier Sicht kam es im Garmin Fenix 2 Test zu teilweise gravierenden Abweichungen in der GPS-Signalgenauigkeit.

Der GPS-Messintervall der Fenix2 kann flexibel verändert werden. Je weniger Messungen, desto länger die Akkulaufzeit der Fenix2.

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Akkulaufzeit der GPS-Uhr

Es ist schwer, aussagekräftige und allgemein gültige Werte in Bezug auf die Akkulaufzeit der Fenix2 zu ermitteln. Die Laufzeit hängt sehr stark von den genutzten Sensoren und Funktionen ab. Je mehr Sensordaten abgerufen werden, desto kürzer die Laufzeit. Im normalen GPS-Betrieb mit ANT+ Herzfrequenzsensor lag die Akkulaufzeit im Test bei ziemlich genau 15 Stunden. Sobald der Ladestand von 13% unterschritten wird, wird die Fenix2 automatisch in den Standby-Modus versetzt.

Auf unserer einwöchigen Tour durch die Dolomiten nutzten wir die Fenix2 im UltraTrac– Modus. Dabei wird nur 1 GPS-Messung pro Minute durchgeführt. Die Akkulaufzeit stieg dann auf 52 Stunden – allerdings sinkt die Messgenauigkeit entsprechend, sodass es im Test teilweise zu unschönen Ungenauigkeiten kam.

Die Fenix 2 – eine echte Multisportuhr 

Die Fenix2 ist eine echte „eierlegende Wollmilchsau“. Dank der Vielzahl an Sensoren und dem wasserdichten Gehäuse eignet sich die GPS-Uhr hervorragend für viele unterschiedliche Aktivitäten, vorkonfigurierte Profile für unterschiedliche Sportarten stehen dazu bereit. Insbesondere der integrierte Bewegungssensor eröffnet neue Möglichkeiten. Nachfolgend ein kleiner Überblick:

Die Garmin Fenix2 als Laufuhr

Die Garmin Fenix2 ist eine vollwertige Laufuhr, die Uhr verfügt über die meisten Funktionen des Garmin Forerunner 620. In Kombination mit dem Herzfrequenz-Brustgurt werden neben den „normalen“ Werten wie Geschwindigkeit, Puls und Co. auch detaillierte Informationen zum Laufstil und zur Fitness ermittelt. So ermittelt die Uhr Daten zu Schrittfrequenz, der vertikaler Bewegung und der Bodenkontaktzeit. Dies sind Messwerte, die bis vor kurzem nur in Laboren von Universitäten gemessen werden konnten. Allerdings stellt sich im Test die Frage, wie praktisch und hilfreich diese genauen Messwerte sind. Für mich ist es zwar interessant, die Bodenkontaktzeit zu sehen – praktischen Einfluss auf das Trainingsverhalten haben diese Werte für mich jedoch nicht.

In der Praxis macht sich beim Laufen jedoch das große und vergleichsweise schwere Gehäuse der GPS-Uhr störend bemerkbar. Wer die GPS-Uhr hauptsächlich zum Laufen einsetzt ist also mit einer deutlich leichteren und kleineren Forerunner 620 besser bedient.

  • Schwimmmodus: Eine der Hauptneuigkeiten im Vergleich zur Fenix1 ist der Schwimmmodus. Dieser funktioniert sowohl in offenen Gewässern im See als auch ohne GPS-Empfang im Hallenbad. Die Technik zur Schwimmdatenanalyse stammt aus der für viele Jahre erprobten Forerunner 910XT und der Garmin Swim – entsprechend zuverlässig funktionierte die Technik im Test! Es wird die Anzahl der Schwimmzüge, die geschwommenen Bahnen, Intervalle, die Distanz und der Pace gespeichert.
Test: Laufanalyse mit der Fenix2

Test: Laufanalyse mit der Fenix2

  • Im Gegensatz zu reinen Laufuhren wie der Forerunner 220/620 bzw. der neuen Forerunner 920XT ist die Fenix2 jedoch merklich schwerer und größer. Dies fällt vor allem bei langen Trainingseinheiten im direkten Vergleich zu den leichteren GPS-Uhren negativ auf.
  • Radsport:  Die Fenix 2 ermittelt beim Radfahren exakte Messwerte zur Leistung und Trittfreqenz. In Kombination mit weiteren Sensoren wie z.B. Powermetern können umfassende Leistungswerte ermittelt werden.
  • Mutisport und Triathlon: Ein spezielles Mulitsport-Profil zeichnet z.B. bei Triathlon-Wettkämpfen zuverlässig die verschiedenen  Sportarten auf. Auch die Zwischenzeiten in der Wechselzone werden sauber getrennt aufgezeichnet.
Die Garmin Fenix 2 im Test beim Trailrunning

Die Garmin Fenix2 eignet sich hervorragend als Trailrunning GPS-Uhr (Foto: Garmin)

  • Wintersport:  Die Fenix2 verfügt über spezielle Profile zum Skifahren und Snowboarden. Dabei werden einzelne Abfahrten automatisch erkannt, zudem können Geschwindigkeit, Distanz und der Höhenunterschied ermittelt werden. So können separate Daten für individuelle Abfahrtsstatistiken erstellt werden. Dank der großen Druckknöpfe lässt sich die GPS-Uhr problemlos auch mit Handschuhen bedienen. Da das Armband groß genug ist, kann die Uhr auch über der Jacke getragen werden. Auch für Skitouren eignet sich die Fenix2 hervorragend, hier sind insbesondere die Navigationsfunktionen hilfreich.
Die Garmin Fenix2 im Schnee

Die Garmin Fenix2 im Schnee

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Zwischenfazit: Die Garmin Fenix 2 vereint die besten Funktionen der Top-Uhren aus der Forerunner Serie. Kurz gesagt: Wer eine Fenix 2 besitzt, verfügt über eine hervorragende Lauf-, Fahrrad- und Schwimm- und Triathlon GPS-Uhr. Damit ist die Fenix2 eine vollwertige Triathlon GPS-Uhr, die in jeder Hinsicht mit der Suunto Ambit2 bzw. Ambit3 konkurrieren kann.

Weitere Sensoren, Funktionen und Datenfelder der Fenix2

Garmin-Fenix2-Test-GarminTempeDie Fenix2 lässt sich drahtlos per ANT+ mit weiteren Sensoren koppeln:

  • Schrittfrequenzsensor (Footpod)(ANT+)
  • Pulsgurt zum Messen der Herzfrequenz (ANT+)
  • Fahrrad-Powermeter (ANT+)
  • ANT+ Tachometer und Kadenzsensoren fürs Fahrrad
  • Garmin Chirp Geocache Sensoren (ANT+)
  • Garmin Tempe Thermometer (ANT+)
  •  Garmin Virb Fernsteuerung: Mit der fēnix 2 lässt sich die VIRB- und VIRB Elite-Action-Kamera fernsteuern.

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Test: Datenanalyse mit der Garmin Fenix2

Zur Datenauswertung steht das Onlineportal Garmin Connect zur Verfügung. Zunächst werden die Sportdaten dazu per USB von der Fenix2 ins Internet übertragen. Alternativ kann das auch bequem und drahtlos per Bluetooth und Smartphone geschehen.

Garmin Connect

Mit Garmin Connect steht ein umfangreiches Werkzeug zur Analyse und Auswertung der Sportdaten bereit. Garmin Connect gibt es auch als APP für Android bzw. iPhone.

Livestream: Per Bluetooth lässt sich die Fenix 2 mit dem Smartphone verbinden, Sportaktivitäten können dann per LiveTrack in Echtzeit ins Internet übertragen werden.

Smart-Notifications: Ist die Fenix2 mit einem iPhone verbunden, können SMS, Emails und andere Alarme drahtlos vom Smartphone auf die Fenix2 übertragen werden. Das Handy kann so z.B. bei einer Wanderung oder beim Radfahren sicher verstaut bleiben – informiert bleibt man dennoch!

Die Nachfolger: Garmin Fenix 3 und Garmin Epix

Im April 2015 wird mit der Garmin Fenix3 bereits die Nachfolger-GPS-Uhr auf den Markt kommen. Im Vergleich zur Fenix 2 verfügt die Fenix3 über einen integrierten Aktivitäts- und Fitnesstracker, ein Farbdisplay und eine WLAN-Schnittstelle.

Zudem gibt es die neue Garmin Epix – eine GPS-Uhr mit noch genauerem EXO GPS-/GLONASS-Empfänger und der Möglichkeit, topografische Karten auf dem farbigen Display anzuzeigen.

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Feedbacks zu Garmin Fenix 2 – Langzeittest & Erfahrungsbericht:

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  • Markus sagt:

    Toller Langzeittest. Sehr interessant finde ich die Aussage „Die aufgezeichneten GPS-Daten sind in der Regel sehr genau.“ Wie ist das gemeint? Hört sich nach nicht immer an.

    Ich habe bei meinem Test mit der Fenix die Erfahrung gemacht, das auf freiem Feld der Empfang sehr wohl gut ist aber im Wald echt übel. Allerdings ist das schon Monate her, vielleicht hat ja Garmin hier die Software verbessert.

    • admin sagt:

      Danke für den Hinweis. Der Bericht wird gerade noch geschrieben und ist noch im Entstehen…Dateils folgen: Hier noch ein Bild, dass das verdeutlicht:
      Ungenauigkeit im GPS-Signal der Fenix2

  • Hans Jörg sagt:

    Wie oder wo kann man bei der fenis 2 die Temperatur in Grad Celsius und die Höhen in Meter einstellen. Vielen Dank für den Tipp.

  • Joachim sagt:

    Kann man fehlerhaft aufgezeichnete Werte manuel am Computer noch nachträglich ändern/löschen?

    Beim Schwimmen, wie war dort die Fehlerquote, bzgl. Schwimmstil und geschwommener Strecke?
    Ist in der Auswertung ersichtlich bei welchem Schwimmstil man am schnellsten war und mit welchem man die längste Strecke geschwommen ist?

    Danke im voraus für die Antwort

    Und Danke für den tollen Bericht, ohne diesen wäre ich nicht unbedingt auf die Uhr aufmerksam geworden 🙂

  • Jürgen sagt:

    @Hans Jörg: Handbuch Seite 15, rechte Spalte

  • Jürgen sagt:

    @Joachim
    Beim Bahnenschwimmen funktioniert die Unterscheidung der Schwimmstile und die Auswertung über G-Connect zuverlässig, ebenso das Zählen der Bahnen, Freiwasser hab ich noch nicht probiert, da ich da nur Kraule.Ob die Entfernungen im Freiwasser stimmen ist schwer zu sagen, bei Strömung, Wellengang, Wind schwimme ich nicht besonders geradeaus. Grundsätzlich neigt der Fenix2 zu GPS-Messausreissern (andere Geräte aber auch). Einige Werte sind in Connect editierbar; die Korrektur einzelner offensichtlich falscher Trackpunkten nach meiner Kenntnis nicht, wahrscheinlich nur per externem tool möglich.

  • Martina sagt:

    Habe die Fenix 2 jetzt 1 Jahr, bin begeistert, allerdings kann ich die GPS Aussetzer bestätigen. Meine Frage: beim freien Gewässer ist nur Süßwasser gemeint oder kann ich sie im Meer auch verwenden?

    Lg Martina

  • Martina sagt:

    Danke für die prompte Antwort, werde ich heute probieren 🙂

  • bernhard sagt:

    Garmin 3plus defekt, Garmin Quest defekt, Garmin 405 defekt und ausgetauscht auf 410. Schnauze voll.
    Garmin Fenix1 gekauft. diese war mehrmals ausgefallen und wurde auf Fenix 2 genauscht. Garmin Fenix2 ist unverlässlich, verliert Satelliten, verliert Brustgurtdaten und fällt bei 65% Batterieladung plötzlich aus während eine Uhr von Hofer , eine von Polar und eine Runtastic perfekt arbeiten.
    Fenix 2 nach Deutschland gesendet, Neue Fenix2 erhalten, gleiches Problem. Sie verliert die Brustgurtverbindung, und verliert als erste Uhr die Satelliten. Ich würde dieses Produkt als High Tech Scherzartikel verkaufen.
    Wer ernsthaft trainiert und sich auf Garmin verlässt, ist verlassen.

  • Peter Feichtinger sagt:

    Hallo, super Test gute Beschreibung! Ich würde mir gerne Eine Fenix 3 kaufen, nur fehlt mir eine wichtige Funktion: AUTOLAP

    Ich nutze eine 910XT. Meine Frage nun:
    Wie kann es sein, dass weder Fenix 2 noch Fenix 3 die „Autolap“ Funktion hat???
    Oder braucht man diese nicht mehr? Zur Erklärung. Meine 910, oder auch andere Laufuhren erstellen nach 1 KM eine automatische Runde. So kann ich zu Hause auf Connect mir die Kilometerzeiten seperat anzeigen! (zB. Bergaufzeiten varieren stark zur Ebene)
    Vielleicht kannst du mir das erklären, oder auch sagen, dass ich bei einer Fenix oder Epix diese Funktion nicht mehr brauche um meine Laufzeiten zu anaysieren! Lieben Dank! Peter

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