GPS-Uhr Test und Vergleich



Garmin Fenix: Test und Erfahrungsbericht

garmin Fenix test & Erfahrungsbericht

So, endlich ist es soweit: Die neue Garmin Fenix GPS Uhr  ist (mit reichlich Verspätung) zum Test eingetroffen. Nachfolgend der Testbericht zur Garmin Fenix, vorab zunächst jedoch wie immer das Fazit zum Test- und Erfahrungsbericht der GPS Uhr.

Garmin Fenix: Das Fazit des Tests vorweg

Die Garmin Fenix begründet eine neue Geräteklasse neben den für Läufer/Radsportler entwickelten Forerunner GPS-Uhren. So „fehlen“ bei der Garmin Fenix einige bei Läufern beliebte, klassische Lauf- und Multisportfunktionen (z.B. Virtual Racer), gleichzeitig bietet die GPS Uhr jedoch jede Menge an neuen/anderen Funktionen, welche die Fenix vor allem für Bergsportler, Geocacher, Jäger und Outdoorer interessant macht – als reiner Laufsportler wird man wohl auch in Zukunft eher zu einer Uhr der Forerunner-Serie greifen.

Die Pros der Garmin Fenix:

  • Konstanter, hochgenauer GPS Empfang
  • Sehr hoher Funktionsumfang für eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten (Geocaching, Wandern, Navigation usw.)
  • Theoretisch extrem lange Akkulaufzeit (bis zu 50 Stunden im GPS Modus)
  • Sehr flexibel anpassbar und gemäß den eigenen Bedürfnissen frei konfigurierbar
  • Bluetooth 4.0 bietet vielseitige praktische Möglichkeiten (drahtloser Datenexport Uhr zu Smartphone, Uhr zu Uhr)
  • OpenStreetMap Kartendaten können genutzt werden

Die Kontras der GPS Uhr:

  • Lauf- und Radfunktionen sind eher „mager“
  • Es ist schwer nachzuvollziehen, welche Funktion wieviel Akkulaufzeit benötigt
  • Keine Unterstützung von Bluetooth-Sensoren von Fremdherstellern, nur teilweise Unterstützung von Powermetern
  • Das Testexemplar (Firmware 2.7) hat noch einige Softwarefehler / Bugs (mit 2.9 weitgehend behoben)
  • das Garmin Basecamp Portal wirkt noch unausgereift
  • Garmin Basecamp-App noch nicht für Android verfügbar
  • wenig hilfreiches Handbuch

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Verpackung und Lieferumfang der Garmin Fenix

Geliefert wird die Garmin Fenix GPS-Uhr in einer hübschen, an der Oberseite transparenten Verpackung, durch die sich die Fenix sofort erkennen lässt.

Garmin Fenix Test Verpackung

Zum Lieferumfang gehört neben der Uhr die obligatorische Bedienungsanleitung, das USB-Ladekabel sowie ein Netzteil mitsamt Adapter. Nicht mehr, nicht weniger.

Garmin Fenix Test Verpackungsinhalt

Test der Funktionen der Garmin Fenix

Vorweg: Wer mit der Garmin Fenix eine Triathlon-/Lauf-/-Rad-/Multisporuhr mit dem Funktionsumfang der Forerunner-Serie erwartet, wird von der Fenix enttäuscht sein. Die Fenix verfügt zwar über einen Lauf- und Fahrradmodus, die Stärken der GPS-Uhr liegen aber definitiv woanders, nämlich im Bergsport/Geocaching/Outdoor-Bereich.

Der Laufmodus der Garmin Fenix

Vor dem ersten „echten“ Lauf muss der Laufmodus der Garmin Fenix zunächst entsprechend der eigenen Vorstellungen konfiguriert und angepasst werden: So empfiehlt es sich beispielsweise den GPS-Messintervall auf „Maximal“ zu setzen (1 Messung / Sekunde) und den ANT+ Pulsmesser zu koppeln um möglichst genaue Laufdaten zu erhalten. Nach der einmaligen Anfangskonfiguration kann man dann loslegen, im Laufmodus lassen sich auf dem Display der Garmin Fenix verschiedene Datenfelder wie z.B. die Laufdauer, der Pace und die zurückgelegte Strecke anzeigen. Die Displayanzeige der Garmin Fenix lässt sich dabei frei konfigurieren, man kann neben einer reinen Textanzeige der Laufdaten auch vielfältige graphische Daten wie z.B. ein Diagramm der Pulsdaten oder ein Höhenprofil (…) einblenden, zudem wird beim Laufen eine Karte des Laufes aufgezeichnet, durch das pressen des roten Knopfes und der up/down Knöpfe kann man die Karte zoomen. Sehr sinnvoll sind die „Auto“-Funktionen, durch die die Garmin Fenix GPS-Uhr Läufe selbstständig startet und beendet – dies sorgt dafür, dass man nicht vergisst, den Laufmodus am Ende des Laufes zu beenden und so die Daten zu verfälschen. Jedoch ist der Laufmodus der Fenix darauf beschränkt (im Vergleich zu anderen GPS-Uhren) einfache Laufdaten wie Zeit, Strecke, Pace, Rundenzeiten (…) zu erfassen und darzustellen. Umfangreiche, von der Forerunner-Serie gewohnte Lauffunktionen sucht man bei der Garmin Fenix vergebens:

  • So verfügt die Garmin Fenix über keine Intervallfunktionen
  • Es gibt keine Möglichkeit um die GPS-Uhr mit ANT+ Laufsensoren zu koppeln (Für das Indoor-Training auf dem Laufband) (Im Oktober 2012 mit Firmware 2.8 nachgerüstet)
  • Keine Virtual Racer / Virtual Pacer Funktionen
  • Das *.Fit-Format für Laufdaten wird (noch?) nicht unterstützt (Mit Firmware 2.7 wird *.Fit unterstützt)
  • Das Stoppen von Rundenzeiten ist kompliziert (Der Hold Button muss für 2 Sekunden gedrückt gehalten werden, dies ist umständlich und verfälscht die Laufzeiten) (Mit Firmware 2.7 erledigt)

Radmodus

Auch der Radmodus der GPS Uhr beschränkt sich auf die einfache Aufzeichnung und Darstellung von Daten, im Radmodus ist das standardmäßig die Geschwindigkeit in Km/h oder MPH. Über umfangreiche Fahrradfunktionen wie der Garmin Forerunner 910 verfügt die Fenix nicht.

Indoor / Rollentraining

Zwar last sich die Fenix per ANT+ mit Powermetern koppeln, doch wird hier nur die Kadenz angezeigt, weitere Möglichkeiten zur Auswertung der Rollendaten und zur Ermittlung der Geschwindigkeit etc. bestehen nicht.

Outdoorfunktionen der Garmin Fenix / Navigation

Hier ist die Garmin Fenix in ihrem Element, genau dafür wurde die GPS Uhr entwickelt und hier liegen (im Gegensatz zur Lauf / Fahrradfunktion) auch die Stärken der Fenix.

Test der Navigationsfunktion

Um zu einem Ziel navigieren zu können benötigt die Garmin Fenix zunächst ein Ziel:-) Dazu kann ein selbst gesetzter Wegpunkt, ein aus dem Internet geladener Geocache oder eine vorher aufgezeichnete Route dienen, die jetzt per “trackback” Funktion zurücknavigiert werden soll. Hier wurde eine zuvor aufgezeichnete Route ausgewählt.

Test Garmin Fenix GPS Uhr Navigation

Bild1: Die zu navigierende Route in der Kartenansicht. Bild 2: Die Richtung zum nächsten Wegpunkt wird mit einem großen Pfeil angezeigt. Bild 3: Die Entfernung zu Ziel in Km, die errechnete Reisezeit und die erwartete Ankunftszeit werden angezeigt. Rechts am Ring wird zudem die Richtung zum nächsten Wegpunkt angezeigt.

Nachdem die Route / bzw. der Zielpunkt geladen wurde, zeigt die Garmin Fenix einen grafische Überblick über das Ziel bzw. die Route, mit einem Klick wird die Navigation gestartet. Die Fenix zeigt dann die Entfernung zum nächsten Wegpunkt, die Route und die erwartetet Ankunftszeit basierend auf der Geschwindigkeit (Bild 3).

Zunächst funktioniert der äußere Ring der Garmin Fenix als Kompass, die kleinen Markierungen weisen die Richtung zum nächsten Wegpunkt (Bild 2 + 3). Mittig auf dem Display der Fenix wird (je nach Konfiguration) die Entfernung, Ankunftszeit oder der Routenverlauf angezeigt (Bild 3).

Alternativ kann auch in den Kompass-Modus gewechselt werden (Bild 2), dann wird das komplette Display der GPS-Uhr von einer großen Kompassadel gefüllt, die den Weg zum Ziel anzeigt. Einfach, deutlich und klar!

Wird ein Wegpunkt erreicht, wechselt die Fenix automatisch zum nächsten Wegpunkt der Route. Das Erreichen des endgültigen Ziels wird nicht nochmals extra angezeigt, die Navigationsfunktion navigiert einfach immer weiter zum Zielpunkt.

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Zu beachten ist, dass die Garmin Fenix zwar die Punkt zu Punkt Navigation von vorgegebenen Wegpunkten beherrscht, nicht aber über eine „intelligenten“ Navigations- und Routenfunktion verfügt. Sprich: Liegt der nächste Wegpunkt hinter einem Fluss, wird die GPS-Uhr immer den direkten Weg zum Wegpunkt, also durch den Fluss anzeigen – und nicht den bequemeren Weg über die Brücke nehmen, der einen kleinen Umweg darstellt. Die Navigationsfunktion der Garmin Fenix erfordert also, dass man mitdenkt:-)

Insgesamt funktioniert die Navigationsfunktion der GPS Uhr sehr gut und problemlos, hier überzeugt die Fenix.

Mapping / Landkartenfunktion

Test Garmin Fenix GPS Uhr Kartenfunktion

Die Kartenansicht mit der Basiskarte der Fenix bei verschiedenen Zoomstufen.

Die Landkarten- / Mappingfunktion der Garmin Fenix ist in der Lage, aufgezeichnete Routen, Tracks & Geocaches grafisch auf dem Uhrendisplay als einfache Landkarte darzustellen. Auf der Fenix ist bereist eine einfache Basiskarte vorinstalliert, diese verfügt jedoch nur über grobe Kartendaten wie z.B. Städtenamen oder Ländergrenzen und ist in der Praxis nicht wirklich zu gebrauchen. Es besteht jedoch, wenn auch nicht offiziell, die Möglichkeit, eigene Karten auf die Fenix zu übertragen (Anleitung): So können z.B. Kartendaten von OpenStreetMap auf die Outdoor GPS-Uhr überragen und genutzt werden. Damit bietet die Fenix trotz des nur 70×70 Pixel großen Displays gute Navigationsmöglichkeiten und kann durchaus als vollwertiges Outdoor-Navi genutzt werden. Ich erwarte mal, dass man auch von Garmin selbst in Zukunft mit eigenen detaillierteren Karten für die Fenix rechnen kann…


Richtig nützlich kann die Mappingfunktion  beispielsweise bei Schneefall oder Nebel in den Bergen sein, dann kann die Karte durchaus hilfreich sein, um einen Überblick über den weiteren Tourverlauf zu bekommen.

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Geocaching mit der Garmin Fenix GPS Uhr

Garmin Fenix test geocache

Download des Geocaches direkt auf die Garmin Fenix.

Geocaches und Cachedaten können direkt aus dem Browser heraus von opencaching.com mit dem Garmin Communicator plugin auf die Garmin Fenix geladen werden, dies funktioniert in der Praxis problemlos.

Der Geocache ist dann auf der GPS Uhr unter dem Menüpunkt “GPS-Tools” – “Geocaching” zu finden und wird auch in anderen Modi (z.B. Rad- oder Laufmodus) auf der Karte der Garmin Fenix GPS Uhr angezeigt.

garmin fenix gps uhr test geocaching

Wählt man einen Geocache an („Los“), navigiert die Fenix mit der Navigationsfunktion (siehe oben!) zum gewählten Cache. Zudem kann die Fenix mit den Garmin Chirps kommunizieren, diese Funktion wurde bislang jedoch nicht getestet.

Test der internen Sensoren: GPS, Höhenmesser, Kompass und Thermometer

GPS-Signal: Signalerfassung, Geschwindigkeit und Genauigkeit

Garmin-Fenix-GPS-Test

Die GPS-Signalerfassung erfolgt dank des Mediatek GPS-Chips in der Regel recht flott, meist dauert es nur 3-4 Sekunden bis die Uhr „auf Empfang ist“. In seltenen Fällen dauerte es im Test jedoch bis zu 3 Minuten bis die Fenix auf Empfang war. Nachvollziehbar und reproduzierbar war diese Verzögerung jedoch nicht, ich vermute mal hier handelt es sich um einen leicht zu behebenden Software-Bug der GPS-Uhr.

Die Genauigkeit des GPS-Signals erscheint sehr hoch. Auf meiner „genormten“ (mehrfach, auf verschiedene Arten ausgemessenen) Haus-Teststrecke mit einer Länge von genau 10 Kilometern ermittelte die Garmin Fenix GPS-Uhr eine Strecke von 10,035 Kilometern – ein nahezu perfekter Wert!

Barometrischer Höhenmesser

Ein Feature auf das ich als Bergsteiger besonders gespannt war (und bin) ist der barometrische Höhenmesser der Garmin Fenix. Zwar beherrschen viele GPS-Uhren die Höhenmessung per GPS, diese ist jedoch nicht so exakt wie die Höhenmessung per Barometer. Um die Genauigkeit des internen Höhenmessers der Garmin Fenix GPS Uhr zu messen, habe ich zunächst einige Vergleichstests mit der Suunto Ambit vorgenommen. Dazu kalibrierte / eichte ich die Garmin Fenix und die Suunto Ambit an einem genormter & bekannter Fixpunkt (Spitzberg in Tübingen, Höhe am Messpunkt genau 474,4 m), von dort ging es mit beiden Uhren zunächst bergab ins Tal, dann eine Weile eben dahin und zum Schluss wieder zurück zum Startpunkt. Die genaue Datenauswertung folgt.

Der magnetischen Kompass der Garmin Fenix im Test

Der Kompass scheint problemlos zu funktionieren, muss jedoch zunächst kalibriert werden – dies ist im Vergleich zur Suunto Ambit sehr umständlich und erinnert an den Kompass des iPhones.

Thermometer

Die Garmin Fenix verfügt über einen internen Thermometer,  zudem lässt sich die Temperatur von einem drahtlosen Thermometer (Garmin Tempe – amazon.de Link) drahtlos auslesen – dieses Feature ist genial, da die GPS Uhr ja am warmen Handgelenk getragen wird und die Temperatur so verfälscht wird, durch den optionalen, z.B. am Rucksack befestigten Thermometer wird dieses Problem umgangen.

Qualität, Material, Verarbeitung und Akkulaufzeit der Garmin Fenix

Garmin Fenix: Test der Akkulaufzeit

Mit der von Garmin angegebenen Akkulaufdauer von 16 bis 50 Stunden im GPS-Modus, 3 Wochen im Sensormodus und bis zu 6 Wochen im reinen Uhrmodus spielt die Fenix (theoretisch) in der Champions-League der GPS-Uhren. Bislang bleibt es für mich jedoch rätselhaft, wie genau und unter welchen Bedingungen diese Werte erreicht werden. Im Test lag die maximal erreichte, reale Akkulaufzeit meiner Fenix im GPS-Tracking Modus bei 20 Stunden und 34 Minuten (UltraTrac, minütliche GPS-Punkt Messung & Displayaktualisiserung & ANT+ Herzfrequenzmessung). Bei kürzerem Messinterval (1 Messung / Sekunde) sank die Akkulaufzeit der Garmin Fenix GPS Uhr auf 8 Stunden und 12 Minuten. Hier liegt die Garmin Fenix also hinter den meisten Garmin Forerunner/Edge Geräten. Jedoch bin ich im Moment noch am testen und ausprobieren, bislang habe ich noch nicht so richtig verstanden, was die Akkulaufzeit der Fenix wie beeinflusst.

Die Garmin Fenix verfügt über jede Menge Sensoren, Funktionen und Einstellungen die sich wahlweise an-, ausschalten und kombinieren lassen und die Akkulaufzeit unterschiedlich stark beeinflussen. So wird es sehr schwer, vergleichbare, klar nachvollziehbare Werte der Akkulaufzeit der GPS Uhr zu ermitteln, es bleibt unklar, welche Funktion und welcher Sensor der Fenix wieviel Strom benötigt und unter welchen Bedingungen die “offiziellen” Werte von Garmin zustande kommen. Schön wäre eine Tabelle / Übersicht aus der hervorgeht, welche Funktion / Einstellung der Garmin Fenix wieviel Strom benötigt bzw. Akkuzeit kostet. Polar hat bei der RC3 GPS eine solche Tabelle mitveröffentlicht, die sehr hilfreich ist um zu sehen, welches Feature wieviel Akkulaufzeit kostet, dies würde ich mir für die Fenix auch wünschen.

Das Laden der GPS-Uhr erfolgt über das USB-Netz & Ladekabel und geht schnell & problemlos (gestoppte 2:28 Stunden per Computer/ 100%)

Hintergrundbeleuchtung und Displaykontrast der Garmin Fenix GPS Uhr

Garmin-Fenix-Test-DisplaykontrastDie Hintergrundbeleuchtung des Displays lässt sich in 10% Schritten hoch- und runterregeln, standartmäßig ist die Helligkeit uf 30%, dies ist im Vergleich zu anderen GPS Uhren schon recht hell, bei 100% Helligkeit kann die Garmin Fenix sogar fast schon als Taschenlampe dienen. Die Beleuchtungszeit lässt sich zwischen 15 Sekunden, 30 Sekunden, 1 und 2 Minuten einstellen, zudem gibt es eine Dauerlichtfunktion. Der Kontrast des Displays lässt sich in gleichen Stufen regeln.

Garmin Fenix: Datenexport, Software und Datenanalyse

Garmin Fenix GPS Uhr-Test Datenexport

Das Rückgrat der Garmin Fenix bildet zweifelsohne die Analysesoftware, erst damit lassen sich die gewonnenen Sensordaten sinnvoll auswerten und analysieren. Dazu stehen bei der Fenix zwei Wege zur Verfügung, einerseits klassisch über USB am PC oder Mac oder als Weltneuheit für eine GPS-Uhr über Bluetooth 4.0 und iPhone App.

Zunächst werde ich über den klassischen Weg zum Datenaustausch per USB-Lade/Datenklemme berichten. Die GPS Uhr kann am Computer auf zwei Arten genutzt werden ( Setup – System – USB Modus), zum einen als USB-Massenspeicher, zum anderen als „Garmin USB-Gerät“. Der USB-Massenspeicher-Modus ist der Standartmodus, der „Garmin Modus ist für Firmware Updates gedacht, für den Alltagsgebrauch ist der Massenspeichermodus gedacht. Am Computer stehen seitens Garmin dann verschiedenen Programme zur Datenauswertung zur Verfügung:

Garmin Base Camp

Der ausführliche Testbericht hierzu folgt schnellstmöglich.

Garmin Connect

Das Webportal Garmin Connect ist die „Standart“-Analysesoftware der Forerunner-Serie von Garmin. Die mit der Uhr gewonnen Daten können direkt aus dem Webbrowser heraus zu Garmin Connect geladen werden, dort stehen vielseitige Analysemöglichkeiten zur Verfügung.

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test garmin connect strecke sendenGarmin Connect Courses:

Zum Erscheinungstermin unterstützte die Fenix (Firmware 2.6) die „Connect Courses“ Funktion mit der sich  in Garmin Connect verwaltete Tracks und Routen direkt auf die GPS-Uhr laden lassen noch nicht, entsprechend groß war die negative Reaktion bei den ersten Testern, dies wurde jedoch a 4.10. mit der Firmware 2.7 nachgeholt. Somit lassen sich jetzt in Garmin Connect verwaltete Routen und Tracks an die Fenix übertragen und dort weiterverwenden. In der Praxis funktioniert das problemlos!

Garmin Fenix zu Garmin Fenix

Ein bis dato neues und nettes Feature ist der drahtlose Austausch von aufgezeichneten Routen, Wegpunkten und Geocaches von Garmin Fenix zu Garmin Fenix, getestet wurde dieses Feature jedoch noch nicht.

Test der Garmin Fenix & der BaseCamp App (Iphone / Ipad):

Test garmin fenix basecamp iphone app

Mit der Basecamp App aus dem Apple App Store/Android Store ist es möglich, Routen & Tracks drahtlos von der Garmin Fenix per Bluetooth Smart an das Smartphone zu senden und dort auszuwerten, zu analysieren und zu speichern. Die Basecamp App benötigt ein Bluetooth 4.0 fähiges Smartphone (ab iPhone 4s / Ipad).

test-garmin-fenix-basecamp-iphone-app

Screenshots der Basecamp App (Fotos: Garmin)

Erfahrungsbericht: Die Fenix als Alltagsuhr

Die Fenix lässt sich problemlos im Alltag tragen, auch wenn das Design (in meinen Augen) nicht ganz so schick und „unauffällig“ wie das der Suunto Ambit ist – die Fenix wirkt im Vergleich eher bullig, kantig und etwas „amerikanischer“. Sind alle Sensoren ausgeschaltet, hält der Akku im reinen Uhrmodus bis zu 6 Wochen. Verschiedene Alarme (Akustisch, Vibration & Optisch) lassen sich programmieren, verschiedenen Zeitzonen auswählen (…), ich spare mir eine weitere Beschreibung – bei Fragen einfach fragen!

Übersichtstabelle zur Garmin Fenix

GPS-Uhr:Garmin FenixSuunto Ambit1Suunto Ambit2
GPS-UhrGarmin Fenix GPS-Uhr VergleichVergleich Suunto AmbitSuunto Ambits
Überblick:Garmin FenixSuunto Ambit1Suunto Ambit2
Überblick: Preis (UVP)399€449€449€
Überblick: ZielgruppeOutdoorOutdoor / MultisportOutdoor / Multisport
Überblick: Wasserdicht50 Meter100 Meter100 Meter
Überblick: Akkulaufzeit (GPS an)50 Stunden50 Stunden50 Stunden
Laufsport: LaufmodusGPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich Ja
Radsport: FahrradmodusGPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich Ja
Schwimmen: SchwimmodusSuunto Ambit2 vergleich-NeinSuunto Ambit2 vergleich-NeinGPS-Uhr Vergleich Ja
Outdoor: GeocachingmodusGPS-Uhr Vergleich JaSuunto Ambit2 vergleich-NeinSuunto Ambit2 vergleich-Nein
Outdoor: GPS RoutennavigationGPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich Ja
Outdoor: Anzeige vorinstallierter KartenGPS-Uhr Vergleich JaSuunto Ambit2 vergleich-NeinSuunto Ambit2 vergleich-Nein
Sensoren: Höhenmesserbarometrischbarometrischbarometrisch
Sensoren: Kompassmagnetischmagnetischmagnetisch
Sensoren: Thermometer (intern)GPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich JaGPS-Uhr Vergleich Ja
Sensoren: Thermometer (extern)GPS-Uhr Vergleich JaSuunto Ambit2 vergleich-NeinSuunto Ambit2 vergleich-Nein
Datenanalyse: SchnittstellenUSB, BluetoothUSBUSB
Datenanalyse: Smartphone-Upload
Testbericht: Test Test Test
Amazon-Linkamazon.deamazon.deamazon.de
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Eure Bewertung und Erfahrungen zur Garmin Fenix GPS-Uhr:

Wie ist Euer Eindruck zur Fenix? Wie bewertet ihr die GPS-Uhr? Nutzt die Kommentarfunktion und die Bewertungsmöglichkeit!

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(Fotos: Garmin, privat)

 

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Feedbacks zu Garmin Fenix: Test und Erfahrungsbericht:

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  • Martin Eder sagt:

    Hi, gibt es schon Details zum Vergleich der Höhenmessung zwischen Fenix und Ambit?
    Das würde mich brennend interessieren 🙂

    mit besten Grüßen,
    Martin

    • admin sagt:

      HI Martin, ja, der erste Teil ist fertig, da bin ich gerade am schreiben – jedoch sind die Ergebnisse sehr uneinheitlich, es ist nicht so, dass es einen klarere „Gewinner“ geben würde. In der Hinsicht bin ich auf den Winter gespannt: Beim Skifahren sollte es besser möglich sein die Höhenmesser genau zu testen, da gibt es große & schnelle Höhenunterschiede und gut ausgemessene Fixpunkte…Grüße, Johannes

  • Manfred sagt:

    Hallo, zeichnet die fenix im Lauf- und Radmodus, gefahrene Höhenmeter auf, und sind Steigungen und Gefälle in % sichtbar. Grüße Manfred

    • admin sagt:

      Höhenmeter werden aufgezeichnet und auf Wunsch in einem Verlaufsdiagramm dargestellt. Prozentangaben gehen meines Wissen nicht.

  • Georg Pfarl sagt:

    Gerade was die Genaigkeit des Höhenmessers der Fenix anbelangt, habe ich bislang keine guten Erfahrungen gesammelt. Die GPS gestützte Autokalibrierung interagiert mit dem barometrischen Höhenemesser offenbar fehlerhaft, wodurch es zu großen Schwankungen in der Genauigkeit kommt. Und im UltraTrac Mode funktioniert der Höhenmesser gleich so gut wie gar nicht. Auch die Wasserdichtheit der Fenix darf getrost angezweifelt werden. Es gibt bereits zahlreiche Berichte über von innen beschlagene Displays.

    Fazit: die Fenix ist weit davon entfernt, ausgereift zu sein. Wer die 400 Euro zum jetzigen Zeitpunkt investiert, macht für Garmin den gratis Beta-Tester – ein schlechter Deal. Ob zukünftige Updates die zahlreichen, teils schweren Mängel beheben werden, ist fraglich und angesichts der Erfahrungen mit anderen Garmin-Produkten zu bezweifeln. Für den Alpin-Einsatz ist die Suunto Ambit sicher die bessere Wahl.

    • admin sagt:

      Danke für die Erfahrungen. Ich bin in Bezug auf den Höhenmesser noch am testen – und habe unterschiedliche Erfahrungen gesammelt: Teilweise deckten sich die Werte fast exakt mit bekannten Höhenangaben, teilweise waren die Werte sehr seltsam und sicher falsch – wobei bei der Luftdruck bei einem *barometrischen* Höhenmesser natürlich immer Schwankungen unterliegt. In Tübingen kann ich immer nur kleine Anstiege (maximal 200 Höhenmeter) machen, eine Tour in die Alpen ist aber in Planung: Da sollten Tests über 1800 HM aussagekräftige & bessere Werte liefern. Ich kann bestätigen, dass mir die Suunto Ambit ausgereifter erscheint…

  • Gobi sagt:

    Welche Daten werden während der Tour aufgezeichnet und welche Infos kann ich mir während der Navigation auf der Uhr ansehen! Dazu finde ich leider niergends etwas!

    • Johannes S. sagt:

      Es wird aufgezeichnet was man wünscht und angezeigt was man wünscht. Alles ist lässt sich einstellen.

      • Gobi sagt:

        also hm im auf- und abstieg, durchschngeschw., zeit in bewegung, zeit zum nächsten wp, wird alles aufgezeichnet und ist während der navigation einsehbar!?

        weiß nämlich nicht ob fenix oder ambit!

  • rabbit sagt:

    Bei der Akkulaufzeit bin ich annähernd an die vorgegebenen Werte von Garmin herangekommen – kommt aber ja evtl. drauf an, welche Einstellungen man getätigt hat und ob ANT+Sensoren am mitlaufen sind. Ich würde bei den Kontras eher den nicht vom Nutzer selbst auswechselbaren Akku angeben- was ich auch nicht unbedingt so prall finde ist, dass die Fenix bei jedem Anschluß an den PC zur Datenübertragung/-auswertung auch geladen wird- das sollte man einstellen können, ob man laden will oder nicht- kann sich ja u. U. auch negativ auf die Akkulebensdauer auswirken.

    Bei den Pros würde ich die bluetooth Funktion momentan nicht sehen, da dies bisher ausschließlich mit wenigen iOS Geräten + die nur für diese verfügbare basecamp mobile App geht.

    Zu den nachinstallierbaren Karten habe ich was im entsprechenden Testbericht/der Anleitung geschrieben.

  • jeklin sagt:

    wie lange hält der akku

  • Dierk sagt:

    Hallo,

    ist es möglich, das GPS-Heading gross in Zahlen (Grad) anzuzeigen, statt diesem dicken Pfeil? Also z.B. 186° gross in der Mitte.

    Grüsse
    Dierk

  • xeno sagt:

    guten tag,
    die herzfrequenzmessung funktionierte so gut wie nicht, mir wurde jetzt ein neuer brustgurt ausgehändigt, und auf grund der reaktion des händlers glaube ich, dass dieses problem häufig ist. gibt es ähnliche erfahrungen?

  • xeno sagt:

    guten Tag,
    hier noch weitere Erfahrungen:

    positiv:
    gps-basierte Funktionen einwandfrei. Bedienungselemente problemlos individualisierbar.

    Negativ:
    – Uhr aus der unversehrten Originalpackung entnommen, Computer erkennt sie nicht. Nach langer Fehlersuche ist gebrochener Kontaktstift erkannt, die Ladestation wird ausgetauscht.

    – Herzfrequenzmessung funktioniert mehrheitlich nicht. Austausch des Brustgurts durch den sehr freundlichen Händler.

    – Der neue Brustgurt hat jetzt neu 3 Kontaktzonen. Funktioniert in c.a. 10% der Trainingszeit, obwohl ich schweissnass +++. Besonders störend sind die Fehlangaben wie z.B. Frequenz 62 bei manuell gemessener 139 (!) Es wäre besser, kein Messresultat zu haben, als ein fehlerhaftes. (Polar beherrscht diese Problematik seit Jahren einwandfrei). Gibt es ähnliche Erfahrungen?

    – Höhenmessprotokoll unbrauchbar. Bei der identischen Bergtourenstrecke (meine Trainingsstrecke) gestern angezeigt pos Höhendifferenz 534m, 861cal verbraucht. Am 2.9.2013 gleiche Strecke, gleiche reale Laufdaten, Anzeige pos. Höhendiff. 462m, erstaunlicherweise aber 1’157cal verbraucht (?). Höhenangaben ansonsten annehmbar.

    – Gerätedaten konnte ich leider nicht in TC Trainingscenter integrieren, geht nur in der garmin connect cloud.

    Ich mache jetzt noch einen letzten Versuch, das Gerät auszutauschen, der Händler tut mir jetzt schon leid.

    Fazit: Wohl klar. Ich würde die Fenix nicht mehr kaufen und werde als ansonsten durchaus zufriedener Garminkunde Suunto näher anschauen.

    Beste Grüsse.

  • xeno sagt:

    guten Abend,

    Seit gut 2 Wochen besitze ich die etwas teurere Suunto Ambit 2. Diese funktioniert seit Beginn einwandfrei, alle Daten sehr genau wiedergegeben.

    Mit freundlichen Grüssen…

  • Daniel sagt:

    guten tag
    kann ich die Daten ( Höhe und Zeit) gemeinsam anzeigen, ohne das GPS zu starten?
    warum wechselt die anzeige Höhe zurück auf die Zeitanzeige auch wenn die tasten (Schloss) gesperrt sind?

    als Bergsteiger brauche ich Höhe und Zeit gemeinsam, und das möglichst lange; also nicht mit GPS das sehr viel Strom braucht!
    Ladestationen gibt’s leider nicht überall!!!!

  • bergsteiger sagt:

    Hallo
    Wir haben die Uhr seit ca. einem Jahr und sind masslos enttäuscht.

    – die Höhenangabe ist meist bis zu 200m falsch
    – bei exakt gleichem Hin- und Rückweg zeigt es unterschiedliche Auf- und Abstiegmeter an
    -die erste halbe Stunde läuft man immer ohne brauchbare GPS-Position
    – bei exakt gleichem Hin- und Rückweg zeigt es unterschiedliche Weglininen an. Bis 50 Meter Differenz

    Die Software BaseCamp wir die Kinderschuhe wohl nie verlassen.

  • Harry sagt:

    Rundenzeit mit GPS :
    Fragen:
    a) kann man einen Start/Endpunkt für die Runde selbst definieren ?
    b) wird die Rundenzeit auf der Uhr akutell angezeigt oder kann man sie nur downloaden
    c) welchen GPS Empfänger (hz/sec) verwendet die Uhr

    ich würde eine Uhr zum messen von Rundenzeiten im Kartsport suchen.

    danke.

  • Stephen sagt:

    Hi, weisst du, wie ich z.B. bei einer Radtour die maximale Steigung in Prozent ermitteln kann?
    Grüße und vielen Dank

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