GPS-Uhr Test und Vergleich



LVS-Lawinensuchgeräte vs. GPS-Geräte (z.B. Suunto Ambit, Garmin Fenix…)

GPS-Uhr Lawinenpiepser – LVS-GerätIm Durchschnitt sterben Jahr für Jahr 109 Menschen in den Alpen an den Folgen von Lawinenunglücken. Bei der Lawinenrettung kommt es auf jede Sekunde an, hochsensible Lawinensuchgeräte helfen bei der Suche nach den Verschütteten. Doch gerade im Zusammenspiel von LVS-Geräten mit GPS-Uhren wie z.B. der Suunto Ambit und Garmin Fenix kann es zu Komplikationen kommen…

Auf dem International Snow Science Workshop (ISSW) in Alaska wurde eine Studie von John Barkhausen vorgestellt, in der untersucht wurde, welche Auswirkungen verschiedene elektronische Geräte auf die Funktion von LVS-Geräten haben. Dabei wurde ein Smartphone, ein iPod, eine Digitalkamera, ein Liftticket mit RFID und für uns besonders interessant: Eine GPS-Uhr untersucht.

Die LVS-Lavinensuchgeräte waren von Tracker DTS, Barryvox Pulse und Pieps DSP.

Es konnte nachgewiesen werden, dass die elektronischen Geräte teilweise massive Auswirkungen auf die Leistung und Genauigkeit der LVS-Geräte haben.

In der Studie wurden untersucht, welche Auswirkung die elektrischen Geräte jeweils im Sende- und im Suchbetrieb des LVS-Gerätes haben.

Die gute Nachricht zuerst: Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass die untersuchten elektronischen Geräte den Sendebetrieb der LVS-Geräte nicht beeinträchtigen. Dies deckt sich auch mit eigenen Erfahrungen, man kann die GPS-Skiuhr und das Smartphone also auch weiterhin guten Gewissens auf der Skitour einsetzen.

Auswirkungen von GPS-Geräten auf LVS-Lawinensuchgeräte

Befinden sich die LVS-Geräte  im Suchbetrieb, sieht die Sache anders aus: Wenn sich die elektronischen Geräte in einer Reichweite von 40 cm zur Empfangseinheit befanden, wurde die Leistung des LVS-Gerätes teilweise erheblich beeinträchtigt:

So zeigten alle LVS-Geräte teilweise „falsche Alarme“ sowie unregelmäßige bzw. falsche Richtungs- und Abstandsanzeigen bei der Suche, wenn sich elektrische Geräte innerhalb der 40 Zentimeter befanden. In einer Rettungssituation in der jede Sekunde zählt, kann das die Suche nach dem Lawinenopfer also verlängern oder gar unmöglich machen.

Einige Bergführer berichten, dass die neuen WLAN-fähigen GoPro Hero-Kameras bei aktiviertem WLAN die LVS-Geräte auch außerhalb der 40 Zentimeter starkt beeinträchtigen: In Tests war es praktisch unmöglich, das LVS-Gerät mit eingeschalteter Kamera zu verwenden, sobald das WLAN der GoPro Kamera deaktiviert wurde, arbeiteten die LVS-Geräte – bei 40 Zentimeter Abstand zur Kamera – wieder normal.

Die Abhilfe: GPS-Uhr an der linken Hand, LVS-Gerät rechts

Wenn man in den Bergen eine Suunto Ambit oder Garmin Fenix GPS-Uhr einsetzt, sollte man sich diesem Problem bewusst sein. So hilft es zum Beispiel, die GPS-Uhr am linken Arm zu tragen, das LVS-Gerät im Notfall in 40 Zentimeter Abstand in der rechten Hand zu tragen und bewusst von der GPS-Uhr wegzuhalten. Bei der Suche nach Verschütteten kommt es auf jede Sekunde an, es kann also über Leben und Tod entscheiden, an welchem Arm man die Uhr trägt. Es empfiehlt sich zudem, den WLAN-Modus der GoPro-Kameras zu deaktivieren.

 

Bilder: © leroy131 - Fotolia.com
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